
Die Wahl der geeigneten Baumart hat langfristige Folgen für die Stabilität der Wälder. Daher ist es besonders wichtig, dass im Rahmen von Herkunftsversuchen verlässliche Aussagen gewonnen werden, welche Baumarten und vor allem welche Herkünfte auf welchem Standort am besten wachsen. Die genetische Ausstattung, wie Struktur, Vielfalt und Diversität der empfohlenen Herkünfte muss deshalb bekannt sein.
Die Wahrnehmung hoheitlicher Tätigkeiten im Rahmen der Landesstelle garantiert die erfolgreiche Umsetzung der gewonnenen Erkenntnisse in die Praxis.

Zum Austausch bewährter Verfahren, das Beobachten von Praxisbeispielen und das Lernen aus den Erfahrungen des BFW und des AWG organisierte die Europäische Kommission in Kooperation den beiden Instituten einen Besuch bulgarischer Forstkolleginnen. Neben dem Austausch standen auch die Besichtigung der AWG-Labore, der forstlichen Genbank sowie einer Erhaltungssamenplantage auf dem Programm. Mehr

Trauben- und Stieleiche zählen zu den prägenden Baumarten in den Wäldern Bayerns. Im Klimawandel gewinnt ihre Bedeutung aufgrund der hohen Trockenheitstoleranz weiter an Gewicht. Weniger bekannt, aber zunehmend relevant ist die Flaumeiche, die nur vereinzelt in Reliktbeständen auf sehr mageren Böden vorkommt und eine noch höhere Toleranz gegenüber starker Trockenheit aufweist. Mehr

Die Blattphänologie ist ein entscheidender Faktor für die Fitness von Pflanzen und die Funktion von Ökosystemen und unterliegt aufgrund des globalen Klimawandels raschen Veränderungen. Ihre komplexen genetischen und ökologischen Einflussfaktoren sind jedoch noch nicht vollständig verstanden. Ein Forscherteam erarbeitete neue Erkenntnisse. Mehr

Die Orientbuche ist im Klimawandel eine interessante Alternative zur heimischen Rotbuche. Das AWG befasst sich in einem bundesweiten Forschungsprojekt mit der Untersuchung neutraler genetischer Variation von autochthonen Erntebeständen der Orientbuche. Für die Beprobung von Beständen reisten zwei Wissenschaftler des AWG im Mai in die Türkei. Mehr

Die Langzeitforschung am Themenkomplex ''Klimasensitivität forstlicher Genressourcen heimischer Baumarten" gehört zu den zukunftsweisenden Hauptaufgaben des AWG. Im Fokus stehen die heimischen Baumarten Vogelkirsche, Weißtanne, Waldkiefer und Winterlinde, die untersucht und ihre Anpassungsfähigkeit bei sich rasch ändernden Umweltbedingungen bewertet werden Mehr

Neben bereits etablierten nicht heimischen Baumarten wie Douglasie, Küstentanne, Japanlärche oder Roteiche rücken zunehmend auch andere Arten in den Fokus. Zu diesen zählt die Orientbuche (Fagus orientalis Lipsky), die mit einer höheren Trockentoleranz als die verwandte Rotbuche (Fagus sylvatica L.) bei sonst vergleichbaren Eigenschaften besticht. Mehr

Im gemeinsamen Vorhaben von LFU und AWG sollen Schutzmaßnahmen für Vorkommen der Mehlbeere (Sorbus aria) in Bayern erarbeitet werden. Genetische Untersuchungen sollen klären, ob endemische Arten genetisch eigenständig sind und ob sich Sorbus aria mit diesen Arten rückkreuzt, was eine Bedrohung für die endemische Mehlbeerenflora darstellen könnte. Mehr

Mit zunehmenden Dürreschäden stellt sich die Frage nach klimaplastischen Baumarten und Herkünften. Bei steigenden Temperaturen und abnehmenden Sommerniederschlägen gewinnen die Eichenarten an Bedeutung. Als Entscheidungsgrundlage für einen Baumartenwechsel ist die Kenntnis über das Anpassungspotential mit Hilfe klimaplastischer Herkünfte unabdingbar. Mehr

Die Trockenschäden bei Buche haben gezeigt, dass es keine Baumart gibt, die als Ersatzbaumart auf allen Standorten genutzt werden kann. Bei zunehmenden Trocken- und Hitzeperioden wird es zu einer Verschiebung von Konkurrenzbedingungen kommen und der Anteil der geeigneten Standorte für wärmeliebende Eichenarten wird größer. Neben den heimischen Eicharten werden auch mediterrane Eichenarten diskutiert, die als Alternativen die Baumartenpalette erweitern könnten. Mehr