
Die Wahl der geeigneten Baumart hat langfristige Folgen für die Stabilität der Wälder. Daher ist es besonders wichtig, dass im Rahmen von Herkunftsversuchen verlässliche Aussagen gewonnen werden, welche Baumarten und vor allem welche Herkünfte auf welchem Standort am besten wachsen. Die genetische Ausstattung, wie Struktur, Vielfalt und Diversität der empfohlenen Herkünfte muss deshalb bekannt sein.
Die Wahrnehmung hoheitlicher Tätigkeiten im Rahmen der Landesstelle garantiert die erfolgreiche Umsetzung der gewonnenen Erkenntnisse in die Praxis.

Der Haushaltsausschuss des Bayerischen Landtags hat den Weg für die Modernisierung und Erweiterung des Bayerischen Amtes für Waldgenetik (AWG) in Teisendorf freigemacht. Das Gremium stimmte Gesamtkosten von rund 23,3 Millionen Euro zu. Damit kann das geplante Bauprojekt umgesetzt werden, wie Forstministerin und Stimmkreisabgeordnete Michaela Kaniber mitteilte. Mehr

Im Rahmen eines Artenhilfsprogramms (APH) des Landesamts für Umwelt (LfU) trafen sich Vertreter der Forst- und Umweltverwaltung zur Mehrbeersuche auf dem Jenner in Berchtesgaden. Zusammen mit dem Bayerischen Amt für Waldgenetik (AWG) sollen Mehlbeer-Arten erforscht und Schutzmaßnahmen entwickelt werden. Mehr

Der Spitzahorn ist eine wichtige heimische Baumart, die unter den erwarteten Klimabedingungen gut wachsen kann und wertvolles Holz liefert. Im Wolferstetter Forst bei Palling legte das AWG im Frühjahr 2026 deshalb eine neue Spitzahorn-Samenplantage an. Gepflanzt wurden 500 veredelte Pfropflinge von 84 Plusbäumen, die aus den Hauptverbreitungsgebieten des Spitzahorns in Bayern stammen. Mehr

Das AWG verfügt derzeit über 55 Samenplantagen, langfristig wird ein Ausbau auf rund 100 Plantagen angestrebt. Gemeinsam mit den BaySF ist dafür eine Kooperationsvereinbarung zur Anlage von etwa 50 weiteren Samenplantagen vorgesehen. Statt vieler kleiner Einzelflächen soll nun ein größeres, zusammenhängendes Zentrum mit etwa 20 bis 25 Hektar im Attenhauser Wald entstehen. Mehr

Für den Aufbau klimastabiler Wälder ist qualitativ hochwertiges Saatgut notwendig. Die Anlage von Saatgutzukunftsbeständen soll die Saatgutversorgung für den Aufbau klimastabiler Zukunftswälder verbessern. Hierzu werden Kulturen mit seltenen, wichtigen klimatoleranten Baumarten angelegt und vom AWG wissenschaftlich begleitet. Im Mittelpunkt der Auftaktveranstaltung in Landsberg stand die Roteiche. Mehr

Die Langzeitforschung am Themenkomplex ''Klimasensitivität forstlicher Genressourcen heimischer Baumarten" gehört zu den zukunftsweisenden Hauptaufgaben des AWG. Im Fokus stehen die heimischen Baumarten Vogelkirsche, Weißtanne, Waldkiefer und Winterlinde, die untersucht und ihre Anpassungsfähigkeit bei sich rasch ändernden Umweltbedingungen bewertet werden Mehr

Neben bereits etablierten nicht heimischen Baumarten wie Douglasie, Küstentanne, Japanlärche oder Roteiche rücken zunehmend auch andere Arten in den Fokus. Zu diesen zählt die Orientbuche (Fagus orientalis Lipsky), die mit einer höheren Trockentoleranz als die verwandte Rotbuche (Fagus sylvatica L.) bei sonst vergleichbaren Eigenschaften besticht. Mehr

Im gemeinsamen Vorhaben von LFU und AWG sollen Schutzmaßnahmen für Vorkommen der Mehlbeere (Sorbus aria) in Bayern erarbeitet werden. Genetische Untersuchungen sollen klären, ob endemische Arten genetisch eigenständig sind und ob sich Sorbus aria mit diesen Arten rückkreuzt, was eine Bedrohung für die endemische Mehlbeerenflora darstellen könnte. Mehr

Mit zunehmenden Dürreschäden stellt sich die Frage nach klimaplastischen Baumarten und Herkünften. Bei steigenden Temperaturen und abnehmenden Sommerniederschlägen gewinnen die Eichenarten an Bedeutung. Als Entscheidungsgrundlage für einen Baumartenwechsel ist die Kenntnis über das Anpassungspotential mit Hilfe klimaplastischer Herkünfte unabdingbar. Mehr