
Die Wahl der geeigneten Baumart hat langfristige Folgen für die Stabilität der Wälder. Daher ist es besonders wichtig, dass im Rahmen von Herkunftsversuchen verlässliche Aussagen gewonnen werden, welche Baumarten und vor allem welche Herkünfte auf welchem Standort am besten wachsen. Die genetische Ausstattung, wie Struktur, Vielfalt und Diversität der empfohlenen Herkünfte muss deshalb bekannt sein.
Die Wahrnehmung hoheitlicher Tätigkeiten im Rahmen der Landesstelle garantiert die erfolgreiche Umsetzung der gewonnenen Erkenntnisse in die Praxis.

Der Spitzahorn ist eine wichtige heimische Baumart, die unter den erwarteten Klimabedingungen gut wachsen kann und wertvolles Holz liefert. Im Wolferstetter Forst bei Palling legte das AWG im Frühjahr 2026 deshalb eine neue Spitzahorn-Samenplantage an. Gepflanzt wurden 500 veredelte Pfropflinge von 84 Plusbäumen, die aus den Hauptverbreitungsgebieten des Spitzahorns in Bayern stammen. Mehr

Die Fachschaft Biologie des Josef-Hofmiller-Gymnasiums in Freising unternahm eine Fahrradtour mit 13 Lehrkräften in den Weltwald bei Freising. Die Exkursion fand in Zusammenarbeit mit dem AWG unter der Leitung von Dr. Joachim Hamberger statt. Ziel war es, zu zeigen, wie Wald und Forstwirtschaft funktionieren und wie der Waldumbau zu klimaresilienten Wäldern gelingen kann. Mehr

"Wald-Detektivinnen: Die Welt der Waldgenetik am AWG erforschen“. Unter diesem Motto stand der diesjährige EUREGIO-Girlsday am Bayerischen Amt für Waldgenetik (AWG). Vier Mädchen erhielten einen inspirierenden Einblick in die Welt der Waldgenetik und bekamen von Martin Tubes und weiteren Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern des AWG ein abwechslungsreiches Programm geboten. Mehr

Das AWG verfügt derzeit über 55 Samenplantagen, langfristig wird ein Ausbau auf rund 100 Plantagen angestrebt. Gemeinsam mit den BaySF ist dafür eine Kooperationsvereinbarung zur Anlage von etwa 50 weiteren Samenplantagen vorgesehen. Statt vieler kleiner Einzelflächen soll nun ein größeres, zusammenhängendes Zentrum mit etwa 20 bis 25 Hektar im Attenhauser Wald entstehen. Mehr

Für den Aufbau klimastabiler Wälder ist qualitativ hochwertiges Saatgut notwendig. Die Anlage von Saatgutzukunftsbeständen soll die Saatgutversorgung für den Aufbau klimastabiler Zukunftswälder verbessern. Hierzu werden Kulturen mit seltenen, wichtigen klimatoleranten Baumarten angelegt und vom AWG wissenschaftlich begleitet. Im Mittelpunkt der Auftaktveranstaltung in Landsberg stand die Roteiche. Mehr

Trauben- und Stieleiche zählen zu den prägenden Baumarten in den Wäldern Bayerns. Im Klimawandel gewinnt ihre Bedeutung aufgrund der hohen Trockenheitstoleranz weiter an Gewicht. Weniger bekannt, aber zunehmend relevant ist die Flaumeiche, die nur vereinzelt in Reliktbeständen auf sehr mageren Böden vorkommt und eine noch höhere Toleranz gegenüber starker Trockenheit aufweist. Mehr

Die Langzeitforschung am Themenkomplex ''Klimasensitivität forstlicher Genressourcen heimischer Baumarten" gehört zu den zukunftsweisenden Hauptaufgaben des AWG. Im Fokus stehen die heimischen Baumarten Vogelkirsche, Weißtanne, Waldkiefer und Winterlinde, die untersucht und ihre Anpassungsfähigkeit bei sich rasch ändernden Umweltbedingungen bewertet werden Mehr

Neben bereits etablierten nicht heimischen Baumarten wie Douglasie, Küstentanne, Japanlärche oder Roteiche rücken zunehmend auch andere Arten in den Fokus. Zu diesen zählt die Orientbuche (Fagus orientalis Lipsky), die mit einer höheren Trockentoleranz als die verwandte Rotbuche (Fagus sylvatica L.) bei sonst vergleichbaren Eigenschaften besticht. Mehr

Im gemeinsamen Vorhaben von LFU und AWG sollen Schutzmaßnahmen für Vorkommen der Mehlbeere (Sorbus aria) in Bayern erarbeitet werden. Genetische Untersuchungen sollen klären, ob endemische Arten genetisch eigenständig sind und ob sich Sorbus aria mit diesen Arten rückkreuzt, was eine Bedrohung für die endemische Mehlbeerenflora darstellen könnte. Mehr

Mit zunehmenden Dürreschäden stellt sich die Frage nach klimaplastischen Baumarten und Herkünften. Bei steigenden Temperaturen und abnehmenden Sommerniederschlägen gewinnen die Eichenarten an Bedeutung. Als Entscheidungsgrundlage für einen Baumartenwechsel ist die Kenntnis über das Anpassungspotential mit Hilfe klimaplastischer Herkünfte unabdingbar. Mehr