Der Klimawandel stellt unsere Wälder und ihre Bewirtschafterinnen und Bewirtschafter vor große Herausforderungen. Das AWG unterstützt den notwendigen Waldumbau mit praxisnaher Forschung und fundierten Herkunfts- und Verwendungsempfehlungen. Jede unserer Veranstaltungen zeigt: Beratung und Begleitung sind unverzichtbar, damit Waldumbau mit geeigneten Baumarten und klimaplastischen Herkünften gelingt.
Erfreulich ist die Dynamik bei den Praxisanbauversuchen: Immer mehr experimentierfreudige Waldbesitzerinnen und Waldbesitzer beteiligen sich aktiv und schlagen so eine wichtige Brücke zwischen Wissenschaft und Praxis.
Die arbeitsintensive Betreuung der Versuchsflächen und die Neuanlage von Samenplantagen des AWG schaffen eine wertvolle Grundlage für resilientere Bestände und eine nachhaltige Saatgutversorgung in Bayern.
Bei zahlreichen Vorträgen und Veranstaltungen, v.a. bei Waldbesitzervereinigungen haben wir unser forstgenetisches Wald-Wissen verbreitet und Netzwerke gestärkt. Die Rückmeldungen sind durchweg höchst positiv.
Gut besuchte Informationsstände beim Biosphärentag in Teisendorf sowie beim Regionaltag in Traunstein zeigen das große Interesse auch der lokalen Bevölkerung an Wald, Klima und regionaler Entwicklung. Besuche von Abgeordneten, die sich in Teisendorf persönlich ein Bild machen, unterstreichen die Bedeutung unserer Arbeit für Politik und Gesellschaft.
Der Projektstart „Sanierung und Erweiterung AWG Teisendorf“ im Frühjahr war ein Meilenstein: Gemeinsam mit dem Staatlichen Bauamt Traunstein und zahlreichen Planerinnen und Planern haben wir 2025 in vielen digitalen Konferenzen die planerischen Grundlagen für den kommenden Neubau gelegt.
Für das TEAM vom AWG
Joachim Hamberger

Der Biosphärentag im Landkreis Berchtesgadener Land führte bei strahlendem Wetter viele Tausend Menschen nach Teisendorf.
Mit einem großen Stand und einer Allee klimaplastischer Baumarten konnten wir die Besucher begeistern und viele Beratungs- und Informationsgespräche führen.

AWG-Mitarbeitende unternahmen 11 Dienstreisen in sieben Länder (AT, IT, HU, CH, FR, RO, TR) mit insgesamt rund 21.000 Autokilometern vor Ort. Wir haben 29 Bestände erkundet und genetische Proben bei über 1.000 Bäumen entnommen.
In Rumänien besichtigten wir sechs Weißtannen-Samenplantagen; in der Türkei beprobten wir vier Erntebestände der Orientbuche (Foto rechts), die am AWG genetisch analysiert werden. Zu unseren Versuchsflächen in Bayern oder zu Vorträgen etc. haben wir mit unseren Dienstwagen insgesamt 145.000 km zurückgelegt.

Die Abgeordneten Dr. Martin Brunnhuber, Dr. Petra Loibl und Sascha Schnürer besuchten das AWG und besichtigen unsere Labore und die Versuchsflächen im Eichet bei Freilassing.
Alle drei waren sehr angetan von unserer Forschungs- und Vorsorgearbeit für den Zukunftswald.

Der Bundesforstbetrieb Hohenfels besuchte mit ca.80 Mitarbeitenden das AWG. In drei synchronen Gruppen wurden die Forstleute zusammen mit ihrem Leiter Manfred Kellner durchs AWG und Versuchsflächen in Freilassing geführt.
Es wurden viele Fachgespräche geführt und Ideen für die Zusammenarbeit entwickelt.

Wir haben 3.360 Eschensämlinge mit erhöhter Widerstandsfähigkeit in Lilling (Ofr.) gepflanzt.
Damit helfen wir der Esche zurückzukehren, wenn die Anlage in einigen Jahren Samen tragen wird.

Das Projekt O’pflanzt is 2.0 mit BayWa-Stiftung und BaySF wurde gestartet. Zahlreiche Saatgutzukunftsbestände sollen in den nächsten Jahren angelegt werden.

Die Kollegen in Baden-Württemberg übernehmen das bayerische Vorreiter-System der Herkunfts- und Verwendungsempfehlungen (HuV) und speziell die neuen Bezeichnungen „bisher bewährte“ Herkünfte, „klimaplastische Herkünfte“ und Praxis-Testanbauten (in Bayern Praxisanbauversuche).
Darüber freuen wir uns!
Generhaltung
Samenplantagen