Pressemitteilung vom 16.07.2026
"Das Amt für Waldgenetik wird fit für die Zukunft unserer Wälder"

Aus der Vogelperspektive das historische Amtsgebäude, der Garten des Amts und das Laborgebäude aus Holz

Grünes Licht für 23,3 Millionen Euro in Teisendorf

Teisendorf/Lkr. Berchtesgadener Land - Der Haushaltsausschuss des Bayerischen Landtags hat den Weg für die Modernisierung und Erweiterung des Bayerischen Amtes für Waldgenetik (AWG) in Teisendorf freigemacht. Das Gremium stimmte Gesamtkosten von rund 23,3 Millionen Euro zu. Damit kann das geplante Bauprojekt umgesetzt werden, wie Forstministerin und Stimmkreisabgeordnete Michaela Kaniber mitteilte.

Die bestehenden Gebäude sind teilweise stark sanierungsbedürftig und bieten nicht mehr genügend Platz für die gewachsenen Aufgaben. Geplant sind ein neues Verwaltungsgebäude mit Seminarraum, ein Laborgebäude, ein Gewächshaus sowie Außenanlagen mit Versuchsgarten und Baumschulbereich. Das denkmalgeschützte Bestandsgebäude aus dem 17. Jahrhundert wird umfassend saniert und weiter genutzt.

Michaela_Kaniber_1
„Das klare Ja des Haushaltsausschusses gibt uns Planungssicherheit“, erklärt Kaniber. „Das ist eine richtig gute Nachricht für Teisendorf und für unsere ganze Region. Der Freistaat investiert hier 23,3 Millionen Euro in moderne Arbeitsplätze, hochwertige Forschung und einen starken Behördenstandort. Das sichert qualifizierte Beschäftigung vor Ort, stärkt Teisendorf als Zentrum forstlicher Kompetenz und bringt zusätzliche fachliche Strahlkraft weit über den Rupertiwinkel hinaus.“ Und die Ministerin weiter: „Vor allem aber investieren wir in die Zukunft unserer Wälder. Denn am Amt für Waldgenetik werden wichtige Grundlagen dafür geschaffen, welche Baumarten und Herkünfte mit Trockenheit, Hitze und den Folgen des Klimawandels am besten zurechtkommen.“

Bei den Neubauten soll Holz als nachwachsender Baustoff möglichst umfassend eingesetzt werden. Wärmepumpe, Photovoltaikanlage mit Batteriespeicher und moderne Gebäudetechnik sollen den Energieverbrauch senken und jährlich rund 94 Tonnen CO₂ einsparen.

Die Umsetzung wird in mehreren Bauabschnitten erfolgen. Zunächst wird eine Unterbringung für die Beschäftigten geschaffen, danach folgen die Neubauten, die Sanierung des historischen Gebäudes sowie Gewächshaus und Außenanlagen. Der Abschluss des Gesamtprojekts ist für das Jahr 2031 vorgesehen.

„Wir verbinden hier das Beste aus zwei Welten: Wir erhalten ein wertvolles historisches Gebäude und schaffen gleichzeitig moderne Labore, Büros und Forschungsflächen“, betont die Forstministerin.

„So entsteht mitten in Teisendorf ein leistungsfähiges Zentrum für Waldwissen und Waldzukunft.“

Quelle: Pressemitteilung des Bayerischen Staatsministeriums für Ernährung, Landwirtschaft, Forsten und Tourismus vom 16. Juli 2026