Kurz notiert
Fachlicher Austausch zwischen Bulgarien, Österreich und Bayern

von Muhidin Seho

Zum fachlichen Austausch im Bereich Waldschutz und Erhaltung forstgenetischer Ressourcen besuchten zwei bulgarische Kolleginnen in Begleitung von zwei Kollegen aus Wien das AWG.


Der Besuch wurde in Kooperation mit der Europäischen Kommission, dem Bundesforschungszentrum für Wald (BFW) in Wien und dem AWG organisiert. Ziel war der Austausch bewährter Verfahren, das Beobachten von Praxisbeispielen und das Lernen aus den Erfahrungen des BFW und des AWG.

Vier Männer und zwei Frauen stehen in einem Raum vor einer Wand, im Hintergrund stehen Holzscheiben auf einem Regal

von links nach rechts: Dr. Muhidin Seho, AWG, Dr. Silvio Schüler, BFW, Mariya Belovarska, EFA Sofia, Randolf Schirmer, AWG, Mariya Chambova, EFA Sofia, Dr. Albert Ciceu, BWF (Foto R. Stüwe, AWG)

Nachhaltige Waldbewirtschaftung in Bulgarien

Die vorgestellten Konzepte und Methoden sollten Ing. Mariya Chambova, Leitende Expertin der Abt. Waldbewirtschaftung und Ing. Mariya Belovarska, Leitende Expertin der Abt. Wissenschaft und internationale Aktivitäten aus Sofia bei der Erarbeitung von Aktionsplänen für eine nachhaltige Waldbewirtschaftung in Bulgarien helfen.

Begleitet wurden die Forstkolleginnen von Dr. Silvio Schüler und Dr. Albert Ciceu vom BFW, die die Gäste aus Bulgarien in Wien begrüßten.

Am AWG stellte Randolf Schirmer die Arbeit des Amts vor. Rebekka Stüwe berichtete über das kürzlich abgeschlossene QPFC-Projekt zu mediterranen Eichenarten und ihren Erfahrungen bei der Zusammenarbeit mit Bulgarien. Dr. Muhidin Šeho erläuterte das bayerische Vorgehen zur Erhaltung forstgenetischer Ressourcen und stellte aktuelle Forschungsprojekte in diesem Bereich vor.

Am zweiten Tag stand die Besichtigung der AWG-Labore und der forstlichen Genbank auf dem Programm. Anschließend besuchte Dr. Seho mit den Gästen eine Erhaltungssamenplantage der Weißtanne bei Laufen.

Die Teilnehmer diskutierten die Ex-situ-Erhaltung forstgenetischer Ressourcen und die Möglichkeiten für eine effiziente Saatguternte sowie die Gewinnung von hochwertigem und genetisch vielfältigem Vermehrungsgut.