Pressemitteilung
Startschuss für das Gemeinschaftsprojekt sensFORoak

Viele braune Eicheln liegen auf einem Haufen

Saatgut der Stieleiche. Foto M. Seho

Teisendorf: Die Auswirkungen des Klimawandels sind deutlich spürbar, Dürreschäden in den Wäldern nehmen immer mehr zu. Heimische Eichenarten wie Trauben-, Stiel- oder Flaumeiche gewinnen aufgrund ihrer überwiegend hohen Trockenheitstoleranz vermehrt an Bedeutung und werden beim Waldumbau stärker beteiligt.


Um zu entscheiden, welche der heimischen Eichenarten wo am besten anzubauen ist, ist Wissen über das Anpassungspotential von Herkünften der drei Eichenarten unabdingbar. Das wird im Projekt „Klimasensitivität von Forstgenressourcen heimischer Eichen in Deutschland (sensFORoak) untersucht. Durch eine Kombination von ökologischen Nischenmodellen (ENM) mit Methoden der dendroökologischen Resilienzforschung und der ökologischen Genetik wird der Einfluss des Klimawandels auf die zugelassenen Saatguterntebestände von Eichen in Süddeutschland und dem näheren Ausland ermittelt.

Auftakttreffen in Teisendorf für das Gemeinschaftsprojekt von AWG, TUM und FVA Freiburg

Die Auftaktveranstaltung des Projekts fand am Bayerischen Amt für Waldgenetik (AWG) in Teisendorf statt. Neben dem AWG beteiligen sich auch die Technische Universität München (TUM) und die Forstliche Versuchs- und Forschungsanstalt Freiburg (FVA) an dem Projekt. Dr. Seho bedankte sich bei Dr. Torben Hilmers (TUM) und Dr. Charalambos Neophytou (FVA) für ihre Mitwirkung bei der aufwändigen Projektbeantragung und das große Interesse am gemeinsamen Projekt.

Gefördert wird das Projekt vom Bayerischen Staatsministerium für Ernährung, Landwirtschaft, Forsten und Tourismus.

Bedeutung der heimischen Eichenarten nimmt zu

In seinem Einführungsvortrag stellte Dr. Seho die Bedeutung der heimischen Eichenarten im Klimawandel sowie die vorhandenen Forstgenressourcen in Süddeutschland und dem angrenzenden Ausland vor. Dr. Karl-Heinz Mellert vom AWG präsentierte die klimatischen und standörtlichen Bedingungen der möglichen Untersuchungsbestände. Anschließend stellten die beiden Projektpartner ihre geplanten Arbeiten im Projekt und ihre Erkenntnisse aus den Vorprojekten vor.

Alle Teilnehmer waren sich einig, dass die Untersuchung der Anpassungsfähigkeit von heimischen Eichenarten und die Bereitstellung von hochwertigem, klimaplastischen Vermehrungsgut für Praxis und Wissenschaft von großer Bedeutung ist.

Nach Projektende sollen Empfehlungen für die Zulassung von klimaplastischen Saatguterntebeständen auf marginalen Standorten erarbeitet, sowie die Herkunfts- und Verwendungsempfehlungen für die heimischen Eichenarten aktualisiert werden.

6 Personen stehen in einem Raum vor einer Leinwand, auf der Leinwand sitzt ein Mann mit Bart und Brille vor seinem Computer und schaut in die Kamera

Teilnehmerinnen und Teilnehmer des Auftakttreffens

vlnr: Dr. Karl-Heinz Mellert (Wissenschaftler am AWG), Yves-Daniel Hoffmann (Technischer Mitarbeiter AWG), Dr. Torben Hilmers (TUM, Waldwachstumskunde), Dr. Muhidin Šeho (SGL am AWG) Dr. Dr. Devrim Semizer-Cuming (Wissenschaftlerin am AWG), Dr. Charalambos Neophytou (Leiter Arbeitsbereich Waldgenetik FVA Freiburg) und Dr. Barbara Fussi (SGL am AWG)
Foto: S. Kienlein, AWG

Kontakt

Projektleiter
Dr. Muhidin Seho
Tel.: 08666 9883-0
E-Mail: muhidin.seho@awg.bayern.de

Informationen zum Projekt